Jugendgemeinderäte im Austausch mit Stadträten

Workshop brachte viele Anregungen und Hinweise

 

Was ist Ludwigsburger Jugendlichen in ihrer Stadt wichtig? Bei einem Workshop haben Vertreter von Jugendgemeinderat und Gemeinderat verschiedene Themen diskutiert.

 Ein intensiver Austausch zwischen dem Jugendgemeinderat und dem Gemeinderat – diese Idee stand hinter einem Workshop, bei dem jetzt Mitglieder der beiden Gremien zusammenkamen. „Uns ist es wichtig, Euch in Entscheidungen einzubeziehen“, richtete sich Oberbürgermeister Werner Spec an die Jugendlichen, die im vergangenen Jahr ihr Amt im ersten Jugendgemeinderat Ludwigsburgs angetreten haben.

 

Von Seiten des Gemeinderats waren neben den sechs Paten des Jugendgemeinderats – Annegret Deetz (SPD), Claudia Dziubas (ÖkoLinX), Jochen Eisele (FDP), Klaus Herrmann (CDU), Gabriele Moersch (Freie Wähler) und Laura Wiedmann (Grüne) – noch acht weitere Mitglieder dabei. Außerdem beteiligten sich Vertreter der Stadtverwaltung am Workshop. Sechs konkrete Themen standen zur Diskussion: Verkehr und Mobilität, Schulausstattung, Freizeitgestaltung im öffentlichen Raum, Digitalisierung, Integration sowie die Umgestaltung des Arsenal- und Schillerplatzes und des Bahnhofs.

 

Der Austausch fand an sechs Stationen statt – an jeder wurde eins der Themen behandelt. Damit sich alle zu möglichst vielen Themen äußern konnten, wurden die Gruppen drei Mal durchgewechselt.

 

Jugendliche machten konkrete Vorschläge

 

Aus der Diskussion konnten die Stadträte und die Verwaltung viele konkrete Hinweise und Ideen der Jugendlichen mitnehmen. Zum Beispiel wünschten sich die Jugendgemeinderäte bessere Busverbindungen zwischen den Stadtteilen und mehr öffentliche Lernorte, wie es sie bereits in der Stadtbibliothek gibt. Am Bahnhof hätten viele der Jugendlichen gerne mehr Polizeipräsenz.

 

Die technische Ausstattung an den Schulen wurde von den meisten Jugendgemeinderäten gelobt. Allerdings bemängelten sie, dass ein Großteil der Lehrerinnen und Lehrer mit den Smartboards – interaktiven, digitalen Tafeln – nicht umgehen kann und sie deswegen selten eingesetzt würden. Die Stadtverwaltung sagte zu, auf die Rektoren zuzugehen und nach einer Lösung zu suchen.

 

Wie die Zusammenarbeit weitergeht

 

Wichtig war allen Beteiligten, dass die Jugendgemeinderäte künftig noch mehr in die Kommunalpolitik eingebunden werden. Zu klären ist: Wie können sich die Jugendlichen selbst besser über das aktuelle Stadtgeschehen informieren? Wie können sie besser von Gemeinderat und Stadtverwaltung informiert werden? Wie können sie in die Planungen einbezogen werden?

 

Einige Anregungen gab der Workshop bereits. Zum Beispiel wurde der Vorschlag gemacht, unter Jugendlichen eine Umfrage zu Gestaltungsideen für den Arsenal- und Schillerplatz durchzuführen. Oberbürgermeister Werner Spec lud die Jugendgemeinderäte außerdem ein, im April an einer Klausur des Gemeinderats teilzunehmen.

 

Bei einem Nachbereitungstermin mit den Paten des Jugendgemeinderats und den Jugendgemeinderätinnen und -räten sollen die Workshop-Ergebnisse ausgewertet werden. Das erste Fazit von OB Spec fiel auf jeden Fall sehr positiv aus: „Das war eine spannende Veranstaltung mit vielen wertvollen Anregungen des Jugendgemeinderats.“

 

Text und Bild Meike Wätjen: LB kompakt; Ausgabe 05/2018


Jugendgemeinderat sucht  Motto

Ein Logo hat der Jugendgemeinderat bereits, aber um besser auf sich aufmerksam zu machen fehlt noch ein Motto.  

Dazu brauchen wir einfallsreiche Impulse von allen jungen Ludwigsburgern. Wer also eine Idee hat kann diese bis zum 15. März an:  jugendgemeinderat@ludwigsburg.de senden.

 

Dabei gibt es auch einen Preis in Form eines Amazon Gutschein im Wert von 100€ zu gewinnen.

 

 Also lasst eure Kreativität fließen und schickt uns eure Vorschläge!

 

Der Sieger wird von einer Arbeitsgruppe ausgewählt und nach einer allgemeinen Abstimmung bekannt gegeben.


Stellungnahme des Jugendgemeinderats Ludwigsburg zum Leitfaden ,,Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen´´

Die Hochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg hat vor kurzer Zeit einen Leitfaden ausgearbeitet, der es Kommunen ermöglichen soll, auf sicherem juristischem Boden den Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen zu unterbinden. Hierbei ziehen die Studenten der Fachhochschule den als ,,Brennpunkt´´ beschriebenen Akademiehof in der Ludwigsburger Innenstadt als Beispiel heran. In den folgenden Kapiteln führen sie äußerst detailliert aus, welche Schritte Stadtverwaltung und Gemeinderat unternehmen müssten, um angebliche Alkoholexzesse und Ordnungswidrigkeiten in Zukunft zu verhindern.

Zunächst möchten wir auch hier noch einmal auf den Akademiehof selbst eingehen. Dieser ist vor allem an den Wochenenden sowohl bei Studenten, hauptsächlich von den umliegenden Akademien für Film und darstellende Kunst, wie auch Schülern der höheren Jahrgangsstufe ein beliebter Treffpunkt, an dem, wie die Autoren des Leitfadens richtig festgestellt haben, regelmäßig größere Mengen an Alkohol konsumiert werden. Ebenso geht dies mit einer erhöhten Lautstärke, Verschmutzung und kleineren Ordnungsdelikten einher.

Dennoch möchten wir uns hier als legitimierte Vertreter der Jugendlichen in Ludwigsburg klar gegen ein mögliches Alkoholverbot auf dem Akademiehof aussprechen.  Zwar argumentiert der Leitfaden stringent, inhaltlich korrekt und juristisch einwandfrei, doch wird dabei die reale Lebenssituation der Jugendlichen mit vollkommener Nichtbeachtung gestraft. Jeder sollte sich der Gefahren übermäßigem Alkoholkonsums bewusst sein, doch wird sich dieser mit Sicherheit nicht durch ein Verbot aus dem Stadtbild verbannen lassen. Vielmehr würde dies letztendlich nur zu einem führen: Einer Verschiebung des Treffpunkts der Jugendlichen wahlweise auf die Bärenwiese oder den Parkplatz und baldigen Park auf dem Arsenalplatz. Wer denkt, ein solches Verbot würde irgendetwas anderes bewirken, dem raten wir, vielleicht auch einmal an die eigene Jugend zurückzudenken und sich schleunigst von diesem Kinderglauben zu befreien.

 

Beide Alternativplätze, sowohl der Arsenalplatz als auch die Bärenwiese haben gegenüber dem Akademiehof entscheidende Nachteile:

 

1.       Anders als auf dem Akademiehof finden sich an beiden Plätzen direkte Anwohner. Der bereits angesprochene erhöhte Lautstärkepegel würde somit effektiv die Lebensqualität massiv mindern und zu großen Konflikten führen, wie sie sich auf dem Akademiehof bisher ergeben haben, aufgrund der Abwesenheit von angrenzenden Wohneinheiten.

 

2.       Anders als die Bärenwiese, liegt der Akademiehof sicherheitstechnisch äußerst günstig. Im Notfall können sowohl Sicherheits-, als auch Rettungskräfte sehr schnell alle Bereiche des Areals erreichen und kritische Situationen entschärfen. Die Bärenwiese dagegen bietet reichlich dunkle Ecken und Gefahrenzonen, die ein Eingreifen erschweren würden.

 

3.       Sowohl die Bärenwiese als auch der geplante Park auf dem Arsenalplatz sind für Familien konzipiert und sollen ihnen das Leben in der Stadt angenehmer machen. Auf der Bärenwiese finden sich auch mehrere Kinderspielplätze. Würden Jugendliche, was bei einem Verbot unweigerlich passieren würde, auf diese Plätze ausweichen. Das bei, dann nicht ausbleibenden, Glasscherben und Zigarettenstummeln in Park und Spielplatz davon kaum mehr die Rede sein könnte muss vermutlich nicht weiter ausgeführt werden.

 

4.        Der Akademiehof befindet sich auf einem räumlich sehr eingeschränkten Areal, was die Situation leicht zu kontrollieren macht. Vor allem auf der Bärenwiese kann davon kaum die Rede sein.

Auch Jugendliche benötigen einen Freiraum in dem sie sich frei bewegen können. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass Verbote hiergegen schlicht ineffektiv sind, da sie lediglich zur Verlagerung dieser Freiräume führen. Aus ebendiesem Grund lehnen wir ein Alkoholverbot auf dem Akademiehof strikt ab.

Statt sich über die hohen notwendigen Investitionen der Stadtwerke, um Folgen von ,,Wildpinklern´´ zu beseitigen sollte die Stadt sich lieber bemühen eine geeignete Toilettenanlage bereitzustellen. Bisher gibt es nämlich nur zwei transportable Kabinen, die in der Regel verschlossen oder Defekt sind. Viele im Leitfaden angesprochene Probleme sind somit auch haugemachte der Stadtverwaltung. Ebenfalls für äußerst fragwürdig halten wir die Annahme, die Jugendlichen würden lediglich aus schweren persönlichen Problemen zum Alkohol greifen und versuchen sich alle gemeinsam auf dem Akademiehof das Leben ,,schönzutrinken´´ dies karikiert fast schon die Lebenssituation vieler Jugendlicher und trifft schlicht nicht zu. Der Großteil der Jugendlichen, die auf dem Akademiehof verkehren sind anständige Menschen mit guter Zukunftsperspektive, die ihre Freizeit abends im Freien verbringen. Dass hierbei Alkohol konsumiert wird ist wohl keineswegs ein Ausdruck ,,einer persönlichen Krise´´ (S. 13, Z. 25f.) oder ,,schwerer Depressionen´´ (vgl. S. 13, Z. 12), sondern schlichtweg eine Lebensrealität nicht nur in Deutschland.

In einem Punkt hat die Projektgruppe der Hochschule allerdings Recht. Die Stadt muss, wenn sie wirklich etwas für die Sicherheit tun will und Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen eindämmen (ein Verbot wäre ohnehin nie lückenlos umsetzbar) und nicht nur verschieben will, in Freiräume für Jugendliche investieren. Der Leitfaden nennt hierfür ein ,,Haus der aufgehenden Sonne´´, also ein Gebäude in dem Jugendliche feiern und Alkohol konsumieren können, die Gefahr des Überkonsums aber eingeschränkt wird.  Dies wäre ein wegweißender Pilotversuch.

 

 


Geschäftsordnung

Quelle: LKZ 13.12.2017


Ehrung der Initiative Jugendgemeinderat

Tag des Ehrenamts

 

Am Freitag, 8.12.2017 wurden Timm Overdick, Irem Inan, Luka Kalininka, Vithusan Vijayakumar und Tobias Neumann für ihr Engagement in der Initiative Jugendgemeinderat geehrt.

Die Initiative gründete sich 2015 im Bildungszentrum West und setzte sich mit großem Engagement für die Gründung eines Jugendgemeinderats in Ludwigsburg ein. 

Ebenfalls geehrt, aber nicht anwesend: Coco Haag, Sofie Schuller und Nicole Becker.

 

 


Einladung für Interessierte


Informationstag

Welche Aufgaben hat eigentlich der Gemeinderat? Wie werden die Vorgänge in diesem Gremium koordiniert? Was gehört eigentlich alles zum Aufgabenbereich der Stadtverwaltung?

All diese Fragen und noch viele mehr wurden dem Jugendgemeinderat Ludwigsburg beantwortet. Um als Jugendgemeinderat einen Einblick in die Organisation der Stadt Ludwigsburg zu erhalten, veranstaltete die Abteilung Jugend der Stadtverwaltung am 25. November einen interessanten Informationstag für die Jugendgemeinderäte.

Nach einer Begrüßung durch den Oberbürgermeister Werner Spec wurde für die jungen Politiker ein Vortrag über die Aufgaben und die Funktionsweise des Gemeinderats von Herrn Zaiger dem Teamleiter der Geschäftsstelle Gemeinderat präsentiert. Im Anschluss informierten Marleen Falkenberger und Lilli Wagner, zwei Azubis der Stadt Ludwigsburg, den Jugendgemeinderat über den Aufbau und den Zuständigkeitsbereich der Stadtverwaltung.

Aufgrund der enormen Bedeutung einer nachhaltigen Stadtentwicklung berichtete Herr Grossmann darüber hinaus über dieses Thema, indem er – ähnlich wie der Oberbürgermeister zuvor in seiner Begrüßung – die herausgehobene Rolle des Einzelnen im Kampf gegen den Klimawandel und die Erderwärmung betonte. Ebenso referierte er über das Thema Digitalisierung, das für die Jugendlichen des Jugendgemeinderats ein wichtiges Zukunftsthema darstellt.

Der Informationstag endete mit einem Besuch des Feuerwehrhauses, mit einer spannenden Führung. Somit wurden für den Jugendgemeinderat weitere wichtige Grundbausteine für die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, aber auch für eine positive Weiterentwicklung des Gremiums gelegt.


WELTMÄDCHENTAG 2017

Dieses Jahr waren wir mit einem eigenen Stand beim Weltmädchentag 2017 im Mörike-Gymnasium vertreten.

Die Mädchen des Jugendgemeinderats hatten eingeladen um miteinander ins Gespräch zu kommen, euch über die Arbeit und die Möglichkeiten der Mitgestaltung zu informieren.

 


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DAS VORSTANDSTEAM IST GEWÄHLT

In der Sitzung vom 11.07.2017 wurde das erste Vorstandsteam gewählt. Der Vorstand koordiniert die Zusammenarbeit innerhalb des Jugendgemeinderats und ist Ansprechpartner für Anliegen, die von außen an die Jugendvertretung herangetragen werden.


Im Bild von links

 

Vorsitzender: Vithusan Vijayakumar

stellvertretender Vorsitzender: Tim Heidemeier

Schriftführerin: Vanessa Buchmann

Pressesprecherin: Megan Fischer

Schatzmeister: Tim Martens

 

 

 

Foto: LKZ 12.07.2017 Oliver Bürkle

 


Ergebnisse Wahl des Jugendgemeinderat 2017

Geschlechter-Verteilung


Wohnort-Verteilung


Schularten-Verteilung


Altersstruktur


Schulkontingent-Verteilung


FACHBEREICH BILDUNG UND FAMILIE

Patrick Burtchen, Hannah Junginger, Lisa Hormuth

Abteilung Jugend, Ludwigsburg 06.04.2017